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Nord-Derby in Hamburg Okazaki erzielt Tor des Monats - 96 siegt
Die Partie der im Mittelfeld platzierten Mannschaften aus Hoffenheim und Mainz 05 eröffnete am Freitag die 22. Runde in der Bundesliga. Das Spiel endete 1:1. Am Samstag ging es in Hamburg beim Nord-Derby gegen Werder Bremen hoch her, Werder siegte. Hertha BSC stellte sich tapfer dem schier übermächtigen BVB, verlor jedoch unglücklich. Bayer Leverkusen landete einen 4:1-Sieg gegen den FC Augsburg. Nürnberg bezwang Köln und Gladbachs Siegesserie findet ihre Fortsetzung. Im Abendspiel schaffte der SC Freiburg ein torloses Remis gegen den FC Bayern. Viele Tore erzielten die Euro-League-Teilnehmer Schalke 04 (4:0 gegen Wolfsburg) und Hannover 96 (4:2 gegen Stuttgart). Freitag: Kampfspiel endet remis FSV Mainz 05 holte zum Auftakt des 22. Spieltags beim Heimdebüt des neuen Hoffenheimer Trainers Markus Babbel ein 1:1. Damit wartet 1899 seit sechs Spielen auf einen Erfolg. Die Gastgeber, die darüber hinaus nur eine der vergangenen zwölf Partien gewinnen konnten, gingen durch ein Eigentor des Mainzer Kapitäns Nikolce Noveski in Führung (9.). Der Mazedonier stellte mit dem sechsten Eigentor seiner Bundesliga-Karriere den Rekord von Manfred Kaltz ein. Mainz-Rückkehrer Mohamed Zidan sorgte mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel für den Ausgleich (29.). Durch das Remis bleiben beide Teams im unteren Mittelfeld der Tabelle. Die 24.300 Zuschauer in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena sahen ein mäßiges Spiel. Lediglich der Hoffenheimer Boris Vukcevic sorgte anfangs für ein wenig Gefahr vor dem Mainzer Tor (8.). Nur eine Minute später war es mit der Langeweile vorbei, als Noveski einen Querpass von Vukcevic ins eigene Tor lenkte. Srdjan Lakic eine weitere gute Möglichkeit für die Gastgeber (16.). Die Mainzer hatten eine Minute später ihre erste Möglichkeit. Zidan scheiterte aber am Hoffenheimer Torwart Tom Starke. Kurz darauf sorgte der Östereicher Andreas Ivanschitz mit einem abgefälschten Schuss für Gefahr (23.). In dieser Phase drängten die FSV-Profis auf den Ausgleich. Zidan markierte den verdienten Treffer. Nach dem Seitenwechsel ereignete sich zunächst nicht allzu viel. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld. Der eingwechselte Babel hat die erste gute Chance (59.). Danach prägten wieder Fehler und Missverständnisse das zerfahrene Spiel. Der Brasilianer Roberto Firmino vergab in der 71. Minute die große Chance zur Hoffenheimer Führung. Samstag: Hertha verliert weiter Die Verpflichtung von Otto Rehhagel als neuen Trainer hat die Spieler von Hertha BSC Berlin zwar beflügelt, aber die Talfahrt nicht beendet. Der Club verlor sechs Tage nach der Entlassung von Michael Skibbe sein 1000. Bundesligaspiel gegen Meister Borussia Dortmund unglücklich mit 0:1 (0:0) und wartet weiter auf den ersten Ligasieg seit fast vier Monaten. Otto Rehhagel erwartet bei dem in diesem Jahr weiter punktlosen Hauptstadtclub im Abstiegskampf eine große Aufgabe. Den goldenen Treffer vor 74.244 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion für die weitgehend schwachen Dortmunder erzielte Nationalspieler Kevin Großkreutz per Fallrückzieher (66.). Die Westfalen bleiben damit im 16. Ligaspiel in Folge unbezwungen und nahmen erfolgreich Revanche für die 1:2-Niederlage im Hinspiel. Die Berliner zeigten sich in der Anfangsphase gut erholt vom 0:5-Debakel in Stuttgart. Die Torchancen hatten zunächst aber die Gäste, die von knapp 20.000 mitgereisten Fans unterstützt wurden. Nach einer guten Aktion auf der rechten Seite brachte Lucas Barrios freistehend per Kopf keinen Druck hinter den Ball (8.). In der 31. Minute verstolperte der erneut sträflich freigelassene Stürmer die große Chance zur Führung. Die erste Berliner Chance leitete ausgerechnet der schwache Mats Hummels in, der im eigenen Strafraum den Ball vertändelte. Keeper Roman Weidenfeller rettete gegen Raffael (36.), kurz vor dem Halbzeitpfiff tat es ihm sein Gegenüber Thomas Kraft gegen Lukasz Piszczek gleich. Der Pole blieb nach einem Zusammenprall nach der Pause in der Kabine und wurde zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Nach Wiederanpfiff verpasste Patrick Ebert gegen die ungewohnt unsichere BVB-Defensive gleich zwei Mal die Berliner Führung (50./54.). Großkreutz sorgte schließlich für den glücklichen Dortmunder Treffer. Zuvor hatte Kraft einen Kopfball von Lewandowski mit einem starken Reflex noch an die Latte gelenkt. Gladbach: Blitzstart, nach Jessens Traumtor Zittern Die Kicker von Borussia Mönchengladbach haben im Rennen um die Meisterschaft erstmals seit knapp 17 Jahren die Hürde Betzenberg genommen. Nach acht erfolglosen Anläufen setzten sich die Gladbacher in einer hochattraktiven Partie mit 2:1 (2:0) beim 1. FC Kaiserslautern durch. Die Freude über den Sieg wurde allerdings durch die offensichtlich schwere Verletzung des Torschützen Patrick Herrmann getrübt. Neben Herrmann (9.), der in der 37. Minute mit einer Schulterverletzung vom Platz getragen werden musste, traf Juan Arango (14.) für die seit sechs Partien ungeschlagenen Borussen. Der FCK, für den der Däne Leon Jessen ein Traumtor erzielte (63.), bleibt nach zwölf Spielen in Folge ohne Sieg im Tabellenkeller. Vor 45.661 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hatten die Gladbacher bereits in der dritten Minute die erste große Chance. Ein Schuss von Arango strich nur knapp über die Latte. Kurz darauf gingen die Gäste nach einem ihrer gefürchteten Konter in Führung. Der sechste Saisontreffer Herrmanns wurde mustergültig von Igor de Camargo vorbereitet. Die "Roten Teufel" hätten den Rückstand fast im Gegenzug egalisiert. Pierre de Wit traf per Freistoß aber nur die Latte (12.). Nur zwei Minuten später zauberten die Gladbacher wieder. Nach einer tollen Kombination über mehrere Stationen und der Vorarbeit von Reus traf Arango zum fünften Mal in dieser Saison. Die Lauterer steckten nach dem zweiten Gegentreffer zwar nicht auf, Chancen konnten sich die Pfälzer aber nicht erarbeiten. Auf der Gegenseite blieben die Gladbacher bei schnellen Kontern stets gefährlich. In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel verwalteten die Gladbacher problemlos den Vorsprung gegen die schwächste Offensive der Liga. Die Lauterer waren zwar bemüht, konnten sich aber gegen die wiederum beste Defensive der Liga nicht durchsetzen. Daran änderten auch die Einwechslungen von FCK-Trainer Marco Kurz, der drei Offensivkräfte brachte, zunächst nichts. Erst das erste Bundesliga-Tor Jessens, der per Weitschuss in den Winkel traf, machte die Partie wieder spannend. Danach drängten die Gastgeber auf den Ausgleich, und die Gladbacher Defensive hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Nord-Derby in Hamburg: Werder kommt und nimmt die Punkte mit Werder Bremen bleibt die Nummer eins im Fußball-Norden: Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gewann das Nordderby beim Hamburger SV mit 3:1 (2:0) und festigte mit dem ersten Erfolg in der Rückrunde den 5. Tabellenplatz. Der HSV blieb vor eigenem Publikum zum vierten Mal nacheinander ohne Sieg. Den Führungstreffer für die Bremer erzielte Mittelfeldspieler Marko Marin in der neunten Minute, als er mit einem Drehschuss in die kurze Ecke HSV-Torhüter Jaroslav Drobny überraschte. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff war Nachwuchsprofi Tom Trybull erfolgreich. Mladen Petric verkürzte mit einem abgefälschten Freistoß (76.), ehe der eingewechselte Marko Arnautovic einen kapitalen HSV-Abwehrfehler zur Entscheidung nutzte (86.). Vor 56.553 Zuschauern in der Imtech Arena beendete der schnelle Marin-Treffer eine konfuse Anfangsphase beider Mannschaften. Die Gastgeber verstärkten den Druck auf das Bremer Tor und HSV-Torjäger Paolo Guerrero hatte gleich zwei Mal den Ausgleich auf dem Fuß. In der zwölften Minute scheiterte der Peruaner mit einer Direktabnahme an Werder-Torwart Tim Wiese, fünf Minuten später schoss er in aussichtsreicher Position über die Latte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit gerieten die phasenweise flüssigen Aktionen der Hamburger wieder mehr ins Stocken. Die "Grün-Weißen" standen in der Defensive besser organisiert und ließen kaum noch gefährliche Situationen zu. Im Gegenteil: Marin hätte in der 44. Minute beinahe seinen zweiten Treffer erzielt. Beide Teams starteten furios in die zweite Halbzeit. Wiese musste in der 48. Minute bei einem Schuss von Mladen Petric sein ganzes Können aufbieten, nur 60 Sekunden später scheiterte der Bremer Markus Rosenberg in aussichtsreicher Position. Quasi im Gegenzug hatte Nationalspieler Dennis Aogo Pech bei einem Freistoß. Danach konnte erst der durch Fritz abgefälschte Freistoß von Petric, der sein 50. Bundesliga-Tor erzielte, den hervorragenden Wiese überwinden. Leverkusen: Bann gebrochen? Bayer Leverkusen hat gegen Aufsteiger FC Augsburg klar mit 4:1 gewinnen können, tat sich aber lange schwer. Durch den Dreier beendeten die Rheinländer ihre drei Spiele andauernde Negativserie. Die Schwaben blieben hingegen in der sechsten Begegnung in Folge ohne Sieg. Stefan Kießling (25./64.) war als Doppeltorschütze der Matchwinner bei den Hausherren. Der Südkoreaner Ja-Cheol Koo (50.) traf aus 17 Metern zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Gonzalo Castro (60.) sorgte für das 2:1 für Bayer, André Schürrle (70.) für den Endstand. Allerdings konnten die Gastgeber nur streckenweise überzeugen. Erst nach dem Doppelschlag durch Castro und Kießling innerhalb von fünf Minuten konnte Leverkusen aufatmen. Glück hatte Bayer vor allem unmittelbar vor der Halbzeitpause, als zunächst Torhüter Bernd Leno einen Kopfball von Sebastian Langkamp glänzend parierte und im Anschluss Gonzalo Castro einen weiteren Kopfball von Koo auf der Linie klärte. Leverkusen war vor 23.368 Zuschauern die Verunsicherung nach den wenig berauschenden Leistungen in der Rückrunde anzusehen. Bayer hatte zwar mehr vom Spiel, konnte allerdings in der Anfangsphase kaum Kapital aus der klaren spielerischen Überlegenheit schlagen. Die Augsburger versteckten sich nicht und hatten schon in der Anfangsphase durch Bayer-Leihgabe Hajime Hosogai (2.) eine gute Gelegenheit. Erst nach dem Führungstor fanden die Hausherren besser ins Spiel, ihre Angriffsaktionen wurden strukturierter. Mit einigen flüssigen Kombinationen wurde die Abwehr der Augsburger ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht. Nachdem FCA-Torwart Simon Jentzsch zunächst noch gegen Renato Augusto (24.) geklärt hatte, beförderte Kießling den folgenden Eckball von Castro per Kopf ins Augsburger Tor. Die Schwaben hielten mit Kampfkraft die Begegnung lange Zeit offen. Allerdings fehlte den ersatzgeschwächten Augsburgern das Glück im Abschluss. Sein Team offenbarte in der zweiten Hälfte zahlreiche Lücken im Defensivverbund. Club siegt dank Pekhart gegen Domstädter Der 1. FC Nürnberg konnte den 1. FC Köln verdient mit 2:1 (1:0) niederringen und einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Köln rutscht nach der vierten Niederlage im fünften Rückrundenspiel immer weiter nach unten. Trainer Stale Solbakken und seinem Team stehen unruhige Karnevalstage bevor. Vor 38.101 Zuschauern brachte Alexander Esswein die Hausherren mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze in der 28. Minute in Führung. Milivoje Novakovic glich mit der ersten Chance für Köln in der 66. Minute aus. Bis dahin hatten die Gäste offensiv so gut wie nicht stattgefunden. Den entscheidenden Treffer für die Franken erzielte schließlich Tomas Pekhart (85.). Die Kölner präsentierten sich vor allem vor der Pause harmlos. Von einer Ordnung im Kölner Spiel war ebenso wenig zu sehen wie von Einsatz, Ideen oder Tempo. Bei den Gastgebern gab Winterzugang Hanno Balitsch ein ordentliches Debüt. Sie hatten trotz einer eher durchschnittlichen Leistung zunächst kaum Probleme, die Gäste in Schach zu halten. Größtes Manko beim FCN war jedoch, dass die durchaus vorhandenen Chancen nicht genutzt wurden. So verpassten insbesondere Esswein, Maroh und Feulner nach gut einer Stunde das 2:0. Das sollte sich rächen. Köln, das nach dem Wechsel etwas aktiver wurde, kam durch die erste Möglichkeit zum Ausgleich. Nach Hereingabe von Odise Roshi brachte Novakovic den Ball über die Linie. Nürnberg mühte sich weiter, jedoch zunächst ohne Erfolg. Pech hatte vor allem Timothy Chandler mit einem Pfostenschuss, bevor Pekhart mit einem Kopfball an den rechten Innenpfosten schließlich alles klar machte. Esswein hatte die maßgenaue Flanke von links geliefert. Freiburg 0:0 im Abendspiel gegen den Rekordmeister Bayern München droht im Kampf um die Meisterschaft den Anschluss an Borussia Dortmund zu verlieren. Der Rekordtitelträger kam bei Schlusslicht SC Freiburg nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und rutschte in der Tabelle mit vier Punkten Rückstand auf den BVB auf den dritten Rang ab. Die Gäste hatten in der 9. Spielminute bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Schiedsrichter Gagelmann verweigerte einem Kopfballtreffer von Holger Badstuber nach einer Abseitsstellung zurecht die Anerkennung. Nur drei Minuten später hatten die Münchner Glück, als David Alaba bei einem Abwehrversuch eine Flanke das eigene Gehäuse nur knapp verfehlte. Im Duell der schlechtesten Abwehr mit der besten Offensive der Bundesliga zeigten die Freiburger eine couragierte Leistung und konnten die Partie über weite Strecken offen gestalten. Nur vor dem Tor fehlte den Gastgebern die nötige Durchschlagskraft. Nach 25 Minuten setzte Johannes Flum die Kugel nach einem beherzten Alleingang über das Tor der Gäste. Jerome Boateng hatte ihn beim Abschluss entscheidend stören können. Die Münchener zeigten sich im ersten Durchgang weitgehend ideenlos und vor dem Tor ungefährlich. Trotzdem wären die Gäste kurz vor der Pause fast in Führung gegangen. Drei Minuten vor dem Wechsel hatte Thomas Müller die bis dahin größte Chance der Begegnung, als er Torhüter Oliver Baumann mit einer Direktabnahme zu einer Glanzparade zwang. Zur zweiten Halbzeit brachte Bayern-Coach Jupp Heynckes dann Robben für den bis dahin unauffälligen Rafinha. Nur drei Minuten später hätte der Niederländer mit einem Schuss aus spitzem Winkel fast getroffen. Mit Robben wurden die Offensive der Bayern sofort gefährlicher. Im zweiten Durchgang bekamen die Gäste die Partie besser in den Griff, blieben aber vor dem gegnerischen Tor trotzdem wenig gefährlich. Freiburg kämpfte leidenschaftlich, behielt aber vor dem Tor nicht die Nerven. Sonntag: Magath kommt mit dem VfL unter die Räder Drei seiner früheren Musterschüler haben Felix Magath die Rückkehr nach Schalke kräftig verdorben. Der vor knapp einem Jahr im Unfrieden aus Gelsenkirchen geschiedene Fußball-Lehrer verlor auch bei seiner zweiten Rückkehr als Trainer des VfL Wolfsburg bei seinem Ex-Club Schalke 04. Den hochverdienten 4:0 (2:0)-Erfolg der Gelsenkirchener schossen ausgerechnet Magaths Top-Transfers Raul mit seinem 400. Profitor (10.) und Klaas-Jan Huntelaar (15./72.) sowie der von ihm aus der Jugend hochgezogene Joel Matip (49.). Huntelaar, der zudem mit einem Handelfmeter an VfL-Keeper Diego Benaglio scheiterte (36.), zog mit seinen Saisontoren 17 und 18 mit Mario Gomez an der Spitze der Torschützenliste gleich. Die Begegnung vor 60.511 Zuschauern begann turbulent und zunächst mit einer Chance für die Niedersachsen, als Petr Jiracek für den Orozco auflegen wollte, doch Uchida den frühen Gegentreffer im letzten Moment verhinderte (3.). In der sechsten Minute traf Youngster Julian Draxler auf der Gegenseite mit einem Volleyschuss nur den Pfosten, bevor Raul nach einer Kopfballvorlage von Joel Matip zum 1:0 traf. Danach übernahmen die Hausherren endgültig die Spielkontrolle und kamen durch Huntelaar nach einer Vorlage von Christian Fuchs zum 2:0. Die Offensivaktionen der Gäste blieben durchsichtig. Dagegen sorgte nahezu jeder Angriff der Westfalen für Alarmstimmung beim VfL. Doch bei allen Stärken in der Offensive wackelte die neuformierte Viererkette der Schalker in einigen Situationen bedenklich. So in der 23. Minute, als zunächst Orozco und anschließend Mario Mandzukic frei zum Schuss kamen. Nach einem Handspiel von Felipe Lopes vergab Huntelaar schließlich die Chance zur Vorentscheidung vom Elfmeterpunkt. Für die sorgte nur vier Minuten nach dem Wechsel auf spektakuläre Art und Weise dann Matip, als er eine Kopfballablage von Kyriakos Papadopoulos aus drei Metern mit der Hacke ins Tor weiterleitete. Danach war der Widerstand der Gäste gebrochen. Schalke hatte das Team seines Ex-Trainers nun fest im Griff. Tore satt in Hannover Mit zwei Kopfballtoren binnen sieben Minuten hat Hannover 96 im 800. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte den Grundstein zu einem verdienten 4:2 (2:0)-Erfolg gegen den VfB Stuttgart gelegt. In der 25. Minute war der Tunesier Karim Haggui aus kurzer Distanz erfolgreich, aus spitzem Winkel gelang Mame Diouf (32.) der zweite Treffer. Nach der Pause trafen Christian Pander kurz nach Wiederbeginn (46.) sowie Lars Stindl (73.). Martin Harnik (75.) und Shinji Okazaki mit einem sehenswerten Fallrückzieher (79.) brachten Stuttgart noch einmal heran. Die Platzherren, die zum neunten Mal in Folge ungeschlagen blieben, behaupteten Rang sieben in der Tabelle und sitzen dem Sechsten Bayer Leverkusen im Nacken. Nur dank der besseren Tordifferenz steht die "Werkself" noch vor den "Roten". Der VfB hingegen nimmt nach wie vor den neunten Platz ein, seit September schaffte das Team von Coach Bruno Labbadia keinen Auswärtssieg mehr. Vor 37.800 Zuschauern in der AWD-Arena verdienten sich die Niedersachsen den Dreier in erster Linie durch eine starke Phase Mitte der ersten Halbzeit. Bis dahin waren die Gäste ein ebenbürtiger Gegner gewesen, gerieten dann aber mehr und mehr in die Defensive. Beide Mannschaften hatten die Partie mit großem Respekt voreinander begonnen. In einer sehr zerfahrenen Auftaktviertelstunde blieben die meisten Aktionen Stückwerk, es gab keine nennenswerten Torgelegenheiten. Mit einem gefährlichen Kopfball von Diouf in der 20. Minute nahm die Begegnung dann Fahrt auf, Sekunden später verfehlte ein Distanzschuss von Tamas Hajnal nur knapp das 96-Tor. Nach den beiden Toren vergab Manuel Schmiedebach die Vorentscheidung leichtfertig. Nach einem haarsträubenden Rückpass von William Kvist schoss er den Ball ans Außennetz. Besser machte es direkt nach dem Seitenwechsel Außenverteidiger Pander und baute damit den Vorsprung aus. Zwischenzeitlich drohte dem VfB sogar ein Debakel, am Schluss winkte plötzlich eine sensationelle Wiederauferstehung. Vier Minuten nach dem zweiten Treffer hat Vedad Ibisevic sogar das 3:4 auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend reagierenden Ron-Robert Zieler im 96-Tor.
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