|
Düsseldorf in München unterlegen Montagsspiel in Aue endet 1:1
Von den Spitzenmannschaften eröffneten am Freitag der FC St. Pauli und SC Paderborn das Rennen um die Aufstiegsplätze. St. Pauli kam zum knappen Sieg in Duisburg, der SCP rettete einen Zähler gegen Dresden. Der KSC verlässt nach dem zweiten Sieg im neuen Jahr vorerst die Abstiegsränge. Am Samstag entschied Eintracht Frankfurt das Stadtderby gegen den FSV klar für sich. Auch bei der Partie Bochum gegen Union fielen reichlich Tore. Spitzenreiter Düsseldorf musste sich am Sonntag den Münchner Löwen geschlagen geben. Fürth kam in Ingolstadt nicht über ein Remis hinaus. Im Montagsspiel trennten sich Aue und Braunschweig 1:1. Freitag: St. Pauli übernimmt zunächst Rang eins Der FC St. Pauli hat zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze übernommen. Beim MSV Duisburg siegten die Hamburger zum Auftakt des 22. Spieltags 1:0 (1:0) und verdrängten mit 45 Punkten Fortuna Düsseldorf. Mit nur 20 Punkten bleibt Duisburg als Tabellen-Zwölfter nach der dritten Niederlage in Folge in akuter Abstiegsgefahr und hat nur noch zwei Zähler Vorsprung zum Relegationsplatz. In einer zerfahrenen Begegnung erzielte Fabian Boll mit seinem sechsten Saisontreffer das Tor des Tages (21.). St. Pauli wollte den Schwung vom 2:1 gegen den VfL Bochum mitnehmen und war sofort bemüht, die Spielkontrolle zu übernehmen. Allerdings hatte MSV-Stürmer Emil Jula vor 15.117 Zuschauern die erste Chance des Spiels (9.), er verstolperte den Ball aber aus aussichstreicher Position. Es dauerte 20 Minuten, bis sich die Mannschaft von Trainer Andre Schubert ihre erste Torgelegenheit erspielte. Diese nutzte nach einer Standardsituation Kapitän Boll aber direkt zur frühen Führung. Zvonko Pamic hatte in einer ereignisarmen ersten Halbzeit noch die Möglichkeit zum Ausgleich (34.), scheiterte aus 13 Metern aber an Gästekeeper Benedikt Pliquett. Im spielerisch besseren zweiten Durchgang drängte Duisburg auf den Ausgleich. Valeri Domovchiyski hatte mit zwei Distanzschüssen (52./56.) aber ebenso wenig Glück wie Daniel Brosinski, dessen Schuss aus zwölf Metern Paulis Markus Thorandt neben das Tor lenkte (68.). Taylor macht Paderborn glücklich Der SC Paderborn droht den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu verlieren. Eine Woche nach der 1:5-Abfuhr bei der SpVgg Greuther Fürth kamen die Ostwestfalen im Heimspiel gegen den kämpferisch starken Aufsteiger Dynamo Dresden nur zu einem 2:2 (1:1), retteten aber dank großer Moral in der Schlussminute wenigstens den einen Punkt. Jens Wemmer (3.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, bevor Zlatko Dedic mit seinen Saisontoren sieben und acht (18., Foulelfmeter/80.) das Spiel zunächst drehte. Der neun Minuten zuvor eingewechselte Matthew Taylor sicherte Paderborn dann das Remis. Der SCP dominierte vor 8.066 Zuschauern in der ersten Viertelstunde, arbeitete sich einige gute Chancen heraus und kam schon nach 125 Sekunden durch Wemmer aus kurzer Distanz zur frühen Führung. In der Folge häuften sich jedoch die Angriffsaktionen der hochmotivierten Dresdner, die nach einer Attacke von Florian Mohr an Dedic einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Der Gefoulte selbst verwandelte sicher zum 1:1. Die Ostwestfalen zeigten sich nach dem Gegentreffer zunächst irritiert und sichtlich beeindruckt, denn die Sachsen versteckten sich keineswegs und bemühten sich weiterhin um Wiedergutmachung für das 0:4 am vergangenen Wochenende bei Union Berlin. Pech hatte Dynamo, als Robert Koch mit einem sehenswerten Volleyschuss (30.) nur den Pfosten traf. Nach der Halbzeitpause stand bei Dynamo Benjamin Kirsten für den verletzten Stammkeeper Wolfgang Hesl zwischen den Pfosten. In einigen brisanten Situationen bewahrte der 24-Jährige Ruhe und parierte souverän. Nach etwa einer Stunde Spielzeit verstärkte Paderborn den Angriffsdruck und Dresden sah sich in der Rolle der Kontermannschaft. KSC: Sieg gegen Energie Der abstiegsbedrohte Karlsruher SC bleibt im Jahr 2012 in der Erfolgsspur und hat zumindest für eine Nacht die Abstiegsplätze verlassen. Gegen Energie Cottbus gewann die Mannschaft von Jörn Andersen mit 2:0 (0:0) und holte damit aus drei Spielen seit der Winterpause sieben Punkte. Die Gäste aus Cottbus blieben dagegen auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Rudi Bommer ohne Sieg, insgesamt warten die Lausitzer bereits seit sieben Partien auf einen Erfolg. Die Tore für den KSC erzielten Klemen Lavric (50.), der erst durch den kurzfristigen Ausfall von Christian Timm in die Startelf gerutscht war, und Alexander Iashvili (57.). Vor 11.880 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion waren die Gastgeber in der ersten Halbzeit die schwächere Mannschaft. Klare Torchancen für Energie waren jedoch zunächst Mangelware, einzig Daniel Adlung scheiterte per Direktabnahme an KSC-Torwart Dirk Orlishausen (26.). Nach Wiederanpfiff nahm die Partie deutlich an Tempo auf. Leandro Bittencourt traf für Cottbus das Außennetz (47.), nur wenig später leistete Iashvili auf der anderen Seite die sehenswerte Vorlage zu Lavrics Treffer. Aus spitzem Winkel vergab dann Dennis Sörensen die Möglichkeit auf den Ausgleich (53.), bevor der Georgier Iashvili mit einem gefühlvollen Schuss aus 16 Metern traf. Samstag: Derby in der Main-Metropole Frankfurt Mit einem überlegenen Sieg im Frankfurter Derby hat Topfavorit Eintracht Frankfurt zumindest vorübergehend die Tabellenführung vom FC St. Pauli übernommen. Die EIntracht gewann ihr Heimspiel gegen den Stadtrivalen FSV Frankfurt mit 6:1 (2:0) und eroberte mit 46 Zählern die Spitzenposition. Fortuna Düsseldorf (44) und die SpVgg Greuther Fürth (43) könnten am Sonntag noch vorbeiziehen. Der FSV rutschte mit nur 18 Zählern dagegen auf den Abstiegs-Relegationsplatz ab. Wegbereiter für die Eintracht, die im Hinspiel schon das erste Zweitligaduell der beiden Stadtrivalen mit 4:0 für sich entschieden hatte, war Karim Matmour mit den beiden ersten Treffern in der 14. und 33. Minute. Alex Meier mit seinem elften Saisontor (61.), der kurz zuvor eingewechselte Sonny Kittel mit seinem ersten Tor im Profifußball (67.), Erwin Hoffer (70.) und abermals Matmour (79.) sorgten für die Entscheidung. Dem Außenseiter gelang wenigstens noch der Ehrentreffer durch Ilian Micanski (68.). Vor 40.700 Zuschauern war der Favorit von Beginn an das dominierende Team. Wenige Sekunden vor dem 1:0 traf Sebastian Rode bereits die Latte. Neben Matmour sorgten vor allem Erwin Hoffer, der die ersten beiden Tore direkt vorbereitete und das dritte einleitete, sowie Meier immer wieder für Verwirrung in der FSV-Abwehr. Auf der Gegenseite hatte der Außenseiter, der sich keineswegs versteckte, eine große Chance zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch Micanski scheiterte frei vor Eintracht-Keeper Oka Nikolov. Danach hatte der FSV seine beste Phase, das 0:2 nahm den Gästen jedoch wieder den Schwung. Nach dem 0:3 brachen sie gar völlig ein. Bochum lässt Union rankommen und trifft zum Sieg Sechs Tore, drei Elfmeter, ein Platzverweis: Union Berlin hat in einem turbulenten Spiel die Chance verpasst, den Abstand zu den Aufstiegsrängen zu verkürzen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus verlor beim VfL Bochum mit 2:4 (0:1) und bleibt nach 22 Spieltagen wie auch die Westfalen im Niemandsland der Tabelle. Mimoun Azaouagh (40.) und Giovanni Federico (63.) sorgten jeweils per Foulelfmeter für die 2:0-Führung des VfL. Die nach der Roten Karte gegen Christoph Menz wegen groben Foulspiels (61.) geschwächten Berliner glichen zwar durch Patrick Zoundi (66.) und Chinedu Ede (72., Foulelfmeter) aus, der eingewechselte Mirkan Aydin (76.) und erneut Federico (81.) besiegelten jedoch vor 11.501 Zuchauern den Heimsieg der Bochumer. Die Führung des VfL war aufgrund der besseren Chancen zur Halbzeit verdient, obwohl die Berliner das optisch bessere Spiel zeigten. Bei den Bochumern fehlte es an der Durchschlagskraft, zudem ließen sie vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen. So bedurfte es eines Strafstoßes zur Führung, nachdem Zoundi den Japaner Takashi Inui ungestüm im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Pech hatte zuvor Nikolos Gelashvili, als Union-Torhüter Marcel Höttecke seinen Schuss an den Pfosten (19.) lenkte. In der zweiten Halbzeit verpassten die Berliner den Ausgleichstreffer und wurden prompt bestraft. Nach einer Attacke von Menz an Gelashvili erhielt der VfL den zweiten Elfmeter zugesprochen. Diesmal verwandelte Federico sicher, Menz sah Rot. Anschließend nutzte Zoundi eine Unaufmerksamkeit der Bochumer zum Anschlusstreffer. Berlin nutzte den Rückenwind zum Ausgleich, musste sich aber dennoch dem VfL in der Schlussphase beugen. Sonntag: Löwen schlagen auch Fortuna Herbstmeister Fortuna Düsseldorf ist nach nur drei Spielen im neuen Jahr aus den Aufstiegsrängen rausgefallen. Die in der Rückrunde noch sieglosen Rheinländer verloren bei 1860 München mit 1:2 (1:1) und stürzten damit vom ersten auf den vierten Tabellenplatz. Auf Spitzenreiter Eintracht Frankfurt haben die Fortunen zwar nur zwei Zähler Rückstand, dafür haben sie im Gegner von Sonntag nun noch einen ernsthaften Rivalen mehr im Aufstiegskampf. Die "Löwen" haben als bestes Rückrundenteam nur noch sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Die Tore für 1860, das sechs der letzten sieben Spiele gewann und dabei ungeschlagen blieb, erzielten Stefan Aigner (6.) und Necat Aygün (81.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Maximilian Beister erzielt (44.). 21.400 Zuschauer sahen eine ereignisreiche und umkämpfte erste Hälfte. Die Gastgeber hatten durch das Tor von Aigner nach sehenswerter Vorarbeit von Kevin Volland einen Start nach Maß erwischt, doch die Fortuna zeigte sich keineswegs geschockt. Assani Lukimya traf per Kopfball die Latte (13.), kurz vor der Pause belohnte Beister aus dem Gewühl heraus mit dem Ausgleich die Bemühungen seines Teams. Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Beide Teams blieben engagiert, es gab Chancen auf beiden Seiten. Die größte vergab Volland, der aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Auch Aygüns Kopfball ging zunächst gegen die Latte, prallte aber von dort ins Tor. Derby in Ingolstadt endet ohne Tore Die SpVgg Greuther Fürth hat im Kampf um den Aufstieg wertvolle Punkte liegen lassen. Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens kam im bayerischen Derby bei Kellerkind FC Ingolstadt nicht über ein 0:0 hinaus. Nach der Roten Karte gegen den Ingolstädter Marino Biliskov in der 79. Minute wegen eines groben Foulspiels verpassten die Franken trotz Überzahl den ersten Auswärtssieg in der Liga seit Ende Oktober. Fürth rutschte nach diesem vermeidbaren Punktverlust zunächst auf den dritten Platz ab. Die Mannschaft von Tomas Oral, die in der Rückrunde noch ungeschlagen ist, bleibt trotz des Achtungserfolges auf einem Abstiegsrang hängen. In der ersten Halbzeit bestimmten Kampf und Einsatz das Geschehen, Torchancen waren weitgehend Mangelware. Ingolstadt hielt couragiert dagegen und ließ die spielstarken Fürther nicht zur Entfaltung kommen. Nur Mittelfeldspieler Robert Zillner (26.) hatte eine gute Gelegenheit für die Franken, verzog aber deutlich. Nach der Pause wurden die Aktionen beider Teams druckvoller und das Spiel offener. Die "Kleeblätter" wurden von den mutigen Ingolstädtern eine harten Prüfung unterzogen. Die "Schanzer" besaßen durch den Slowaken Adam Nemec (48.) und Andreas Buchner (67.) zwei große Chancen. Fürths kanadischer Torjäger Oliver Occean (51./56.) hatte auf der anderen Seite Möglichkeiten zur Führung liegen lassen. Und bei einem Schuss von Stephan Schröck (65.) reagierte FCI-Torhüter Ramazan Öczan glänzend. Auch in Aachen keine Tore zu sehen Hansa Rostock hat im Abstiegskampf weiter Hoffnung geschöpft. Eine Woche nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf in einer sehr mäßigen Partie bei Alemannia Aachen ein 0:0, bleibt aber Tabellenletzter. Für die Aachener war es bereits die siebte Partie in Folge ohne Niederlage. Trotzdem muss sich das Team von Trainer Friedhelm Funkel weiter nach unten orientieren. Der Traditionsclub hat nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Schiedsrichter Wingenbach hatte das Spiel wegen starken Schneefalls mit einer Verspätung von rund 40 Minuten angepfiffen. Weil die Spieler mit dem holprigen und glitschigen Untergrund am Tivoli sichtlich zu kämpfen hatten, sahen die 14.178 Zuschauer eine sehr mäßige Partie. Torraumszenen blieben Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer baute das Funkel-Team zwar weiteren Druck auf, ohne aber die ganz große Gefahr für das Rostocker Tor zu entwickeln. Nach heftigem Schneefall hatte die Partie lange auf der Kippe gestanden. Beide Teams hatten offenbar den Wunsch geäußert, nicht spielen zu wollen. Darunter, dass die Begegnung doch ausgetragen wurde, leidet nun vor allem die Alemannia: Der Rasen war nach 90 Minuten arg ramponiert. Montag: Aue vs. Eintracht Erzgebirge Aue und Eintracht Braunschweig sind in der Rückrunde weiter sieglos. Die Chance auf den ersten Erfolg in 2012 vergaben die beiden Teams durch das 1:1 (1:1) im direkten Duell am Montag in Aue. Während Aufsteiger Braunschweig sich als Achter mit 31 Punkten dennoch keine Sorgen machen muss, steckt Aue bei zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mitten im Abstiegskampf. Jan Hochscheidt hatte Erzgebirge mit seinem fünften Saisontor Hoffnung auf den ersten Heimsieg seit dem 30. September gemacht (7.). Norman Theuerkauf glich aber mit einem sehenswerten Freistoß in den rechten Torwinkel aus (40.). Vor 6.200 Zuschauern waren die Gastgeber von Beginn an die engagiertere und dominierende Mannschaft. Als Eintracht-Keeper Daniel Davari eine Hereingabe von Halil Savran mit dem Fuß mittig vor das eigene Tor klärte, schaltete Hochscheidt am schnellsten und erzielte die Führung. In der Folge hatte Aue das Spiel klar im Griff, verpasste es jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen und wurde prompt durch Theuerkaufs Kunstschuss geschockt. Die Gastgeber waren sichtlich beeindruckt und verloren den Faden, im zweiten Durchgang war Braunschweig das dominierende Team.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
