Tweet me!| Mittwoch, den 16. November 2011 um 00:57 Uhr |
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Hinspielerfolge über die Runden gebracht Favorisierte Teams setzen sich durch Drei der vier Play-off-Partien zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine sind gespielt. Kroatien setzte sich gegen die Türkei durch, Tschechien siegte auch im Rückspiel gegen Montenegro und das von Giovanni Trapattoni trainierte irische Auswahlteam qualifizierte sich mit einem 1:1 gegen Estland. Zuletzt siegte sich Portugal gegen Bosnien-Herzegowina zur Endrunde. Kroaten reicht ein Remis Kroatien sicherte sich mit einem torlosen Remis gegen die Türkei die Teilnahme an der EM 2012, nachdem das Team von Slaven Bilic das Hinspiel am Freitag in Istanbul schon mit 3:0 gewonnen hatte. Die Gastgeber hatten in Zagreb wenig Mühe mit den Türken, die nie den Eindruck hinterließen, wirklich daran zu glauben, den Drei-Tore-Rückstand noch aufholen zu können. Außer einem Schuss von Colin Kazım Richards vor der Pause und einem Pfostenschuss von Hamit Altıntop im zweiten Durchgang brachten die Gäste Kroatien niemals in Verlegenheit. Nach fünf Minuten prallte ein Schuss von Selcuk Inan vom Pfosten zurück und Kazım Richards scheiterte mit dem Nachschuss am glänzend reagierenden Stipe Pletikosa. Die Kroaten schienen durch diese Schrecksekunde aufgerüttelt, ab sofort hatte das Team von Guus Hiddink nichts mehr zu bestellen. Ivica Olic hob den Ball in der 17. Minute über das Tor der Türken, Gordon Schildenfeld köpfte das Leder knapp vorbei. Kurz vor der Pause legte der erneut starke Olic sowohl Mario Mandzukic als auch Darijo Srna den Ball wunderbar auf, doch beide verfehlten das Tor der Türken. Nach einer Stunde dann die zweite gute Möglichkeit für die Türkei. Der eingewechselte Gökhan Töre schlug einen weiten Ball auf den rechten Flügel zu Kazım Richards, der legte wieder in die Mitte zu Hamit Altıntop, dessen Flachschuss den rechten Torpfosten rasierte. Wieder reagierten die Kroaten sofort, nach 68 Minuten fand Ivan Rakitic seinen Meister in Torhüter Sinan Bolat, kurz darauf hatte der ehemalige Schalker noch eine gute Möglichkeit. Nach einem Doppelpass mit Mandzukic zog er ab, doch erneut parierte Sinat fantastisch. Den Kroaten konnte es egal sein, wenige Minuten später buchten sie endgültig ihr Ticket für Polen und die Ukraine. Tschechen siegen auch in Montenegro Nach einem 1:0-Sieg in Podgorica sicherte sich Tschechien einen 3:0-Gesamterfolg in den Play-offs gegen Montenegro und fährt somit zum fünften Mal in Folge zu einer Europameisterschaft. Michal Bileks Tschechen mussten lange Zeit richtig bibbern, ehe Petr Jiracek neun Minuten vor dem Ende durch Montenegros Abwehr spazierte und Mladen Bozovic keine Chance ließ. Montenegro legte von Beginn an los wie die Feuerwehr, schaffte es zu Beginn aber nicht, die gut organisierte tschechische Hintermannschaft ernsthaft in Gefahr zu bringen. Es dauerte 40 Minuten, bis Montenegro zur ersten Chance kam. Dejan Damjanovic schnappte sich einen Pass von Elsad Zverotic, ließ Michal Kadlec im Strafraum aussteigen und schoss das Leder aus 14 Metern neben das Tor. Der zweite Durchgang war dann eine komplett andere Geschichte. Montenegro spielte die Tschechen an die Wand, fand aber immer wieder seinen Meister in Petr Cech. Sechs Minuten nach der Pause spielte Mirko Vucinic nach Doppelpass mit Fatos Beqiraj das Leder zu Damjanovic, der aber am glänzend reagierenden Cech sowie an der Latte scheiterte. Fünf Minuten später kamen die Hausherren erneut gefährlich vor das gegnerische Gehäuse, doch nach Elsad Zverotics Ecke köpfte Vucinic aus fünf Metern über das Gehäuse. Montenegro wurde immer gefährlicher und Cech, der zweimal gegen Vucinic rettete, immer besser. In der Endphase hatte Montenegro fünf Angreifer auf dem Feld, doch die tschechischen Verteidiger Roman Hubnik und Tomas Sivok hatten die Lufthoheit und zermürbten die Offensive der Gastgeber, ehe Jiracek den Todesstoß versetzte. Iren fahren zur EM Ausnahmezustand in Dublin. Nach dem 1:1 im Rückspiel gegen Estland und der damit verbundenen Qualifikation für die EM feierten alle Fußballfans in Irland ein rauschendes Fest. Die Teilnahme an der ersten EM-Endrunde seit 24 Jahren stand eigentlich schon seit Freitag fest, als die Mannschaft von Giovanni Trapattoni das Hinspiel in Tallinn mit 4:0 gewonnen hatte. Stephen Ward baute diesen Vorsprung nach 32 Minuten weiter aus, Konstantin Vassiljev konnte für die stark verbesserten Esten noch ausgleichen. Zuletzt hatten die Iren 1988 in Deutschland an einer EM teilgenommen, schon Stunden vor dem Anpfiff ließen die irischen Fans keinen Zweifel aufkommen, dass es eine lange Nacht werden würde. Spätestens mit dem 1:0 durch Ward begann die Party in der erstmals bei einem Fußballspiel ausverkauften Dublin Arena. Estlands Torhüter Pavel Londak konnte einen Kopfball von Kevin Doyle nach Ecke von Damien Duff nur kurz abwehren und Ward jagte das Leder aus kurzer Distanz unter die Latte und 51.151 in grün-weiß gekleidete Fans mit Fahnen und Ballons gerieten in Ekstase. Estland kämpfte tapfer und durfte sich mit dem Ausgleichstor durch Kapitän Vassiljev trösten, dessen Fernschuss Irlands Keeper Shay Given in der 57. Minute unter seinem Körper durchrutschen ließ. Die Stimmung auf der Tribüne trübte dieses Tor freilich nicht, mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Björn Kuipers brachen alle Dämme. "Come on you boys in green" war der Lieblingssong der Fans, die Trapattoni und seine Spieler mit stehenden Ovationen bejubelten. Ronaldo führt Portugal zu Kantersieg Portugal hat sich das letzte Ticket zur Europameisterschaft 2012 gesichert. Angeführt vom doppelt erfolgreichen Superstar Cristiano Ronaldo (8./53.) schlug Portugal Bosnien-Herzegowina 6:2 (2:1) und machte nach dem 0:0 aus dem Hinspiel die fünfte EM-Teilnahme in Folge perfekt. Nani (24.), Helder Postiga (72./82.) und Miguel Veloso (80.) erzielten die weiteren Treffer für Portugal. Der ehemalige Wolfsburger Bundesliga-Profi Zvjezdan Misimovic mit einem verwandelten Handelfmeter (41.) und Kapitän Emir Spahic (65.) hatten zweimal für Bosnien verkürzt. Sena Lulic sah die Gelb-Rote Karte (54.). Bosnien war bereits in den Play-offs zur WM 2010 in Südafrika an Portugal gescheitert. Im Estadio da Luz in Lissabon erwischte Portugal einen Start nach Maß. Ronaldo jagte einen Freistoß aus rund 30 Metern zur frühen Führung in die Maschen. Eine gute Viertelstunde später zeigte Nani seine Weitschussqualitäten und traf aus 25 Metern zum 2:0. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 21:28 Uhr |
